Tasteninstrumente

Klavier und Akkordeon

Klavier

Die Finger einer Pianistin über die Tasten sausen zu sehen, einem Pianisten bei dessen selbstversunkenen Spiel zu erleben – das fasziniert.

Das Klavier verfügt mit seinen 88 Tasten über einen enorm großen Tonumfang von mehr als 7 Oktaven. Wie ein Maler, der einen riesigen Farbkasten hat und immer wieder neue Mischungen entdeckt, können wir mit dem Klavier die unterschiedlichsten Klänge erzeugen.  Forte-piano, wie das Klavier mit seinem italienischen Namen heißt, laut-leise, ist dafür zu wenig. Mit den Möglichkeiten des Klaviers erzählen wir Geschichten – Geschichten in Klängen: geheimnisvoll, stark, zurückhaltend, markant, sanft, beweglich, zart, laut donnernd, glitzernd, massiv, düster, berührend, impulsiv, mit feinen Linien oder starken Akkorden.
Möglich wird das durch die Spielweise: unsere Hände lernen, mit welcher Bewegung sie welchen Klang erzeugen. Die Finger lernen, sich unabhängig voneinander präzise zu bewegen und mehrere Stimmen gleichzeitig zu spielen. Gleichzeitig entwickelt unser Ohr immer mehr Sensibilität für die klanglichen Möglichkeiten des Klaviers, der Fuß mischt Klangfarben mit dem Pedal, unser Auge überblickt Violin- und Bassschlüssel gleichzeitig.

Kleine und große Pianisten entdecken so nach und nach, welche Musik sie auf dem Klavier spielen wollen. Schier unendlich erscheint die Auswahl an Stücken für das Klavier. In Klassik, Jazz und Pop verwandelt sich das Klavier immer wieder neu. Mal trägt in der Klassik die rechte Hand mit seinen hellen Tönen eine wunderschöne Melodie vor, mal entspannen sanfte jazzige Harmonien und mal begeistert der rhythmische Groove eines Pop-Songs.

88 Tasten in schwarz-weiß, aber 1000 bunte Klänge !

Akkordeon

Zugluft kann so schön sein.

Die Grundidee von Cyril Demian (1829) war eigentlich eine tragbare Einmann-Kapelle für Volksfeste zu entwickeln. Zur Tonerzeugung wurden frei durchschlagende Stimmzungen eingebaut, eigentlich eine Art der Tonerzeugung, die schon etwa 2700 v. Chr. von einem chinesischen Kaiser erfunden wurde.

Anfang 1900 wurde es zu einem chromatischen Instrument. Außerdem wurde es ungefähr zur gleichen Zeit erstmals -anstatt mit Knöpfen auf der rechten Seite- mit Klaviertastatur gebaut. Dadurch wurde es den damaligen Pianisten ermöglicht, die gerade moderne Tangotanzmusik nachzuspielen. Das Instrument wurde mit Registern versehen, mit denen der Spieler die Schärfe in der Klangfarbe des Instrumentes verändern konnte.

Das Akkordeon wird oft unterschätzt. Es ist außerordentlich vielseitig, und deshalb einsetzbar für fast alle musikalischen Stilrichtungen. Es ist ein „atmendes“ Instrument. Wie bei Blasinstrumenten lässt sich der Ton über seine gesamte Dauer formen. Aufgrund seiner Flexibilität ist das Instrument in sämtlichen europäischen Volksmusiken, in der Tanz und Unterhaltungsmusik aber auch der konzertanten Originalmusik und vielem mehr zu Hause.

Unsere Lehrkräfte für die Tasteninstrumente